Emotionsfokussierte Gruppentherapie

In der Gruppe für Emotionsfokussierte Psychotherapie biete ich einen geschützten und wertschätzenden Rahmen, in dem Gefühle ernst genommen und besser verstanden werden können. Die Gruppe richtet sich an Menschen, die unter Selbstkritik, Scham, Angst, innerer Anspannung, depressiver Stimmung, schwierigen Elternbeziehungen oder wiederkehrenden Beziehungsschwierigkeiten leiden. Im Zentrum der Therapiegruppe steht die gemeinsame Arbeit „an Gefühlen durch Gefühle“ („healing emotions with emotions“) nach Leslie Greenberg.

Bei praktisch allen psychischen Schwierigkeiten spielen Gefühle eine zentrale Rolle sowohl in der Entwicklung, aber auch in der Bewältigung der Probleme. Psychische Probleme resultieren oft daraus, dass Menschen aufgrund schwieriger Bedingungen nicht ausreichend lernen konnten, mit ihren Gefühlen gut und wirkungsvoll umzugehen.

Emotionsfokussierte Psychotherapie geht davon aus, dass Gefühle aktiv für Veränderungen psychischer Probleme genutzt werden können: hilflos machende Emotionen wie Angst, Scham oder Traurigkeit können durch hilfreiche Emotionen wie Mitgefühl, verarbeitende Trauer oder ermächtigenden Ärger neu verstanden und gewandelt werden.

Neben dem gemeinsamen Gespräch wird vor allem der ganz konkrete Ausdruck von Gefühlen auf der „Therapie-Bühne“ in Form von Rollenspielen/Stuhldialogen zur Gruppenarbeit gehören. Durch diese erlebnisorientierte Arbeit mit Gefühlen können diese besser verstanden und verändert werden, als wenn man „nur darüber spricht“.

Die Gruppe startet ab September 26, 1 Sitzung pro Woche à 100 Minuten, Teilnehmerzahl 4-6, Termin: Mittwoch 17.30 bis 19.10 Uhr. Die Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen (Abrechnung für gesetzlich Versicherte erfolgt über die Berliner FortbildungsAkademie BFA Berlin-Steglitz).

Veranstaltungsort: Meine Praxis in Berlin-Zehlendorf, Wilskistr. 64, U3 Onkel-Toms-Hütte .

Hintergrund Infos: Was ist Emotionsfokussierte Therapie?

(Quelle: Auszra/Herrmann, IEFT München)
Die Emotionsfokussierte Therapie (EFT) ist ein wissenschaftlich fundiertes Therapieverfahren, das auf den neuesten Erkenntnissen aus der Psychotherapie- und Hirnforschung basiert. Die Psychotherapieforschung und die moderne Hirnforschung lehren uns, dass Emotionen eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Bewältigung psychischer Schwierigkeiten spielen.

Was die psychologische Seite anbelangt, entspringen psychische Schwierigkeiten meist zwei Quellen:

1. Schmerzhafte Vergangene Erfahrungen

Menschen fühlen sich in der Gegenwart immer wieder so, wie sie sich in belastenden Situationen in der Vergangenheit gefühlt haben, etwa einsam, verlassen, unverbunden, ohnmächtig, ausgeliefert, bedroht, wertlos oder herabgesetzt. Vergangene emotionale Erfahrungen bilden dabei einen Nährboden für gegenwärtige und zukünftige negative Erfahrungen. Auf diese Weise wiederholen sich schmerzhafte Erfahrungen immer wieder.

2. Der Umgang mit Emotionen

Menschen haben nicht ausreichend gelernt, mit ihren Gefühlen wirkungsvoll umzugehen, d.h. diese beispielsweise überhaupt wahrzunehmen, sie auszuhalten, zu verstehen, zu akzeptieren und zu regulieren. Sie fühlen sich von ihren Gefühlen fremdbestimmt oder überflutet.

Aus dem Zusammenspiel dieser Quellen können sich ernsthafte psychische Schwierigkeiten wie Depressionen, Angststörungen, Essstörungen oder Symptome posttraumatischer Belastung entwickeln.

 

 

In der Emotionsfokussierten Therapie wird Menschen geholfen, auf eine gute Weise mit ihren schmerzhaften, belastenden Emotionen umzugehen und Zugang zu lebendigeren, stärkenden Emotionen zu finden.

In einer warmen, freundlichen und wertschätzenden Beziehung helfen Emotionsfokussierte TherapeutInnen ihren PatientInnen Gefühle wahrzunehmen, in Worte zu fassen, zu verstehen und zu regulieren, und helfen bei der schrittweisen Überwindung emotionaler Schwierigkeiten.

Dies beinhaltet auch schmerzhafte Emotionen, die einen Nährboden für wiederholte negative Erfahrungen in der Gegenwart bilden, dauerhaft zu verändern.

Die Emotionsfokussierte Therapie eignet sich ebenso als Hilfe in herausfordernden Lebensphasen, auch wenn sich noch keine Symptome entwickelt haben. Mithilfe der Emotionsfokussierten Therapie kann die eigene emotionale Intelligenz weiterentwickelt werden, so dass aufkommende Probleme besser erkannt, eingeschätzt und gelöst werden können.